Reise 0003

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2017-09-17

Nach längerem Arbeiten und wieder nur sehr kurzen Trips geht es endlich wieder mit dem Wohnmobil auf eine längere Fahrt.

Los geht es am Sonntag den 17. September. Zuerst Richtung Würzburg, wo ich noch eine Woche Arbeit anhängen muss. Hier kann man sich schon mal an das Leben auf 15 Quadratmeter gewöhnen und die fünf Tage sind auch zügig rum.

Schade ist lediglich, dass es mit einem Wohnmobil in Würzburg nicht so einfach ist. Die Straßen sind voll, und es gibt wenig Stellplätze. Wasser und Abwasser kriegt man quasi lediglich auf privaten Campingplätzen. Würzburg hat nach meinem Wissen auch nur einen Stellplatz!

2017-09-22

Die Arbeit ist endlich geschafft und es geht Richtung Frankreich. Auf Grund des Wochenendverkehrs und den typisch deutschen Baustellen sind wir zwar Ewigkeiten unterwegs, erreichen aber Frankreich trotzdem nicht. Also erstmal Nachtruhe halten und dann morgens weiter...

2017-09-23

Drei Länder, zwanzig Stunden Fahrt und weit über 1000 Kilometer zurück gelegt. Die Strecke zieht sich, wenn man Maut-Straßen vermeiden will.

Vom Tag selber hatten wir nicht wirklich was, aber mit einem Wohnmobil ist ja der Weg das Ziel und die Nacht verbringen wir in Spanien!

2017-09-24

Deutschland wählt und es ändert sich wieder nichts. Aber wir fahren noch einmal mehrere hundert Kilometer an die Küste von Spanien auf einen Campingplatz. Endlich am Ziel können wir den Abend bei wohligen 28° unter blauem Himmel genießen - Urlaub.

2017-09-25

Endlich angekommen heißt es jetzt nur noch genießen.

2017-09-26

Wir sind auf einen anderen Standplatz innerhalb des Camping-Platzes umgezogen. Jetzt haben wir einen direkten Zugang zum Meer und es ist ein wenig ruhiger, als bisher. Vorher haben wir die Gelegenheit genutzt, und waren in der nächsten größeren Stadt einkaufen. Wir brauchten nicht viel, aber Zigaretten in einer größeren Menge zu bekommen, stellte sich nicht als so trivial raus, wie wir dachten!

2017-09-27

Heute ist uns die Frischwasser-Pumpe kaputt gegangen. Natürlich haben wir keine Ersatz dabei. Wenigsten stehen wir auf einem Camping-Platz, so dass wir die Sanitären Einrichtungen des Camping-Platzes nutzen können. Jedoch habe ich notiert, zukünftig immer eine Ersatzpumpe mitzuführen.

Nachdem die Pumpe aufgegeben hat, wollten wir trotzdem unsere Mini-Waschmaschineausprobieren. Wäsche waschen funktioniert - jedenfalls so lange man 230V Strom hat.

2017-09-28

Ein Tag ohne Stress genossen, aber es geht gleich weiter. Heute war ein Handwerker da, und hat unsere Wasserpumpe getauscht. Wir haben also wieder Wasser. Dafür ist nach dem Waschen jetzt das Abwasser voll und es gibt auf dem Camping-Platz keine direkte Entleerungsmöglichkeit. Somit werden wir wohl noch ein "Wasser-Taxi" besorgen, um wenigstens geringe Mengen jederzeit ablassen zu können.

2017-09-30

Kurz entschlossem sind wir nach Valencia gefahren. Haben dort einen schönen Tag verbracht und haben uns anschließen einen Stellplatz in Castello gesucht. Wir werden die nächsten Tage immer ein paar Kilometer die Küste entlang fahren und sehen, wo wir übernachten können.

2017-10-01

Es geht morgens weiter. Wir fahren über das Land gemütlich Richtung Tarragona. Auf einem Camping-Platz wird das Nachtquartier eingerichtet. Wir sind nicht weit gefahren, aber wir haben viel vom Land und der Küste gesehen.

Unterwegs ist uns dann eine Klappe von der Kühlschrank-Entlüftung verloren gegangen. Mit einer Plastiktüte und Klebeband haben wir dann einen provisorischen Ersatz gebastelt...

2017-10-02

Heute ging es dann über Tossa de Mar weiter nach Roses. Besonders Tossa de Mar ist ein herrliches kleines Städtchen - nur leider mit Touristen komplett überlaufen. Die Altstadt muss man zu Fuss erkunden, da kein Auto die Strassen befahren kann.

In Roses sind wir dann den kompletten Strand abgefahren. Die Strassen sind aber nicht unbedingt für unser Fahrzeug ausgelegt. Der Camper hat alles mitgemacht, aber die Leute haben doch schon etwas merkwürdig geschaut.

2017-10-03

In Deutschland ist Tag der Einheit, in Katalonien wird gegen die Polizeigewalt gestreikt. Wir sind drei Stunden mitten drin, bevor wir unseren Weg Richtung Frankreich fortsetzen können. Auch wenn der Stopp nicht geplant war, sind die Katalanen freundlich und nett, aber blockieren trotzdem die Strasse!

Nachdem die Polizei die Strasse geräumt hat können wir durch eine jubelnde Masse weiter fahren. Schliesslich rasten wir Abends auf einem Camping-Rasthof in Frankreich.

2017-10-04

Wir sind den gesamten Tag durch Frankreich gefahren und sind Abends auf einem Parkplatz in Deutschland eingeschlafen. Der Heimweg ist damit zum großen Teil geschafft.

2017-10-05

Morgens erstmal Tanken, und dann im laufe des Tages Richtung zu Hause. Schön war die Reise, aber viel zu kurz.