Wohnmobil

< zurück

Bei dem Wohnmobil handelt es sich um einen Carado A 464. Jedoch wurden über die Zeit nicht unwesentliche Änderungen vorgenommen. Diese sind hier Dokumentiert. Auch eine kurze allgemeine Beschreibung des Wohnmobils findet sich hier.

Der Carado A 464 ist ein Alkoven. Unserer hat sechs Sitztplätze und genauso viele Schlafplätze. Neben der Standard-Ausstattung haben wir noch eine Anhänger-Kupplung, eine Rückfahrkamera, ein neues Radio und Internet nachgerüstet. Da wir ihn gebraucht gekauft haben, mussten wir auch diverse Reparaturen machen, die bei einem Neuwagen erstmal entfallen. Dafür ist ein Neuwagen auch entsprechend teurer.

Das Fahrzeug

Das Fahrzeug hat ein Standard-Unterbau von Fiat. Darauf aufgebaut ist ein Alkoven. Die vorderen Fahrsitze sind fest montiert und lassen sich nicht drehen. Dafür ist eine getrennte Sitzecke eingebaut. Diese lässt sich zu einem Bett umbauen. Obwohl das Bett etwas kurz ist, können dort zwei Leute schlafen. Ausgewachsene Erwachsene sollten aber mit dem Alkoven oder dem Heck-Bett vorlieb nehmen.

Direkt über der Fahrerkabine ist der Alkoven. Hier können bequem zwei Erwachsene schlafen. Genauso wie im Heck-Bett. Von beiden kann man auf den Fernseher schauen - wenn auch nicht beide gleichzeitig.

Die Küche ist mit einem Gas-Herd und einer Spüle ausgestattet. Das Frischwasser kommt aus dem Tank in der Sitzecke. Dort ist auch der Abwassertank montiert. Beide Tanks sind im Wohnraum und damit potentiell im Winter nutzbar. Allerdings ist der Wasser-Abfluß unbeheizt und somit besteht die Gefahr, dass dieser zufriert. Eine Gas-Heizung sorgt für angenehme Temperaturen und ist auch für das Warmwasser zuständig. Somit ist der Wagen grundsätzlich für den Wintereinsatz geeignet.

Die Nasszelle hat eine Dusche, eine Chemietoilette und ein Wasschbecken. Wegen der Aufbauhöhe und dem Platz haben dickere oder sehr große Menschen leichte Probleme bei der Nutzung der Nasszelle. Für uns ist sie aber ausreichend.

Über dem Kühlschrank, der ein kleines Eisfach enthält, ist der Fernseher montiert. Dieser kann in alle Richtungen geschwenkt werden und kann sowohl von der Sitzecke, als auch vom Bett aus betrachtet werden. Der Fernseher funktioniert mit dem 12V Boardnetz und die selbstausrichtende Sat-Schüssel sorgt für Weltweiten Empfang.

Unter dem Heck-Bett befindet sich eine großräumige Garage. Dort ist mehr als genug Platz für alles, was man mitnehmen möchte. Im Winter sollte aber die Garage regelmäßig gelüftet werden, um Schimmelbildung zu verhindern.

Von außen Zugänglich sind die zwei Gasflaschen. Die Heckgarage hat auf jeder Seite eine Klappe so dass man gut von beiden Seiten ran kommt. Alle Abflüsse, Anschlüsse oder Service-Klappen sind auf der Fahrerseite. Lediglich der Strom wird auf der anderen Seite angeklemmt.

Solar

Wir haben die einzelne Wohnraumbatterie gegen ein Doppelpack austauschen lassen. Somit stehen uns nicht 90 000 mAh zur Verfügung, sondern 180 000 mAh. Das reicht, um ca. 2 Tage ohne Strom oder laufenden Motor auszukommen.

Zusätzlich haben wir noch ein Solar-Panel auf das Dach anbringen lassen. Bei gutem Wetter reicht das Panel, um die zwei Tage deutlich zu verlängern und somit sehr lange unabhängig stehen zu können. Lediglich der deutsche Winter lässt sich damit nicht überbrücken, da die Sonnenstrahlung kaum ausreicht, um überhaupt Strom zu erzeugen.

Internet

Um diese Seite zu pflegen, aber auch, um einfach in Kontakt zu bleiben, und ein bisschen Ablenkung zu haben, haben wir einen Internet-Router eingebaut. Ich habe mich dabei für den RUT955 von Teltonika entschieden. Dieser ist besonders für unterwegs ausgelegt und kann direkt an die 12V der Wohnraumbatterie angeschlossen werden. Er kann mit zwei LTE-Karten ausgestattet werden. Außerdem kann er die Verbindung ins Internet über ein RJ45-Netzwerk-Kabel aufbauen und wenn man irgendwo WLAN hat, so kann man dieses Nutzen und allen verbundenen Clients zur Verfügung stellen.

Gerade die Funktion mit dem WLAN ist sehr praktisch, wenn man irgendwo auf dem Camping-Platz steht. Meist zahlt man dann pro Gerät, das mit dem Internet verbunden ist. In dem Fall stellt der Router die Verbindung her, und alle Geräte haben automatisch Internet. Praktisch.

In dem Router steckt eine LTE-Karte aus Deutschland. Diese funktioniert dank EU-weitem Roaming inzwischen in ganz Europa. Trotzdem habe ich noch einen zweiten Slot, um für jedes Land eine gesonderte Karte nutzen zu können. Damit kann ich vor Ort eine LTE-Karte verwenden, und von den möglicherweise günstigeren Tarifen profitieren. Auch wenn der Traffic der ersten Karte verbraucht ist, kann man schnell eine weitere einschieben, um normal weiter surfen zu können.

Leider ist der Router selber nicht dafür ausgelegt, dass man die LTE-Karten wechseln kann. Ich habe daher in die Plastik-Abdeckung Schlitze geschnitten, um schneller die Karten zu wechseln. Damit ist das Gerät sehr praktisch und genau für unser Anwendungsgebiet geeignet.

Um den Empfang zu verbessern haben wir auf das Dach eine LTE-Antenne montiert. Diese erlaubt auch dann recht ordentlichen Empfang, wenn das Handy kein Netz mehr anzeigt!

Am RJ45-Anschluss habe ich einen zusätzlichen WiFi-Router angeschlossen. Auch wenn der RUT955 selber eine Verbindung zum WiFi herstellen kann funktioniert das nur, wenn das vorhandene WLAN entsprechend gut erreichbar ist. Den extra Router kann ich optimal ausrichten und mit Richtfunk betreiben. Dadurch bleibt die Verbindung auch bei schlechten Bedingungen stabil.

Generell ist das Thema Internet unterwegs nicht so einfach. Das WLAN-Signal ist häufig schlecht und Mobilfunk ist auch nicht überall verfügbar. Zusätzlich hat man häufig noch Traffic-Limits die doch immer viel zu schnell erreicht sind.

Anhänger

Um ein Quad mit durch die Gegend zu ziehen, haben wir den Wohnwagen um eine Anhängerkupplung erweitern lassen. Jetzt können wir einen Kastenanhänger hinter uns her ziehen in dem das Quad und ein paar weitere weniger oft genutzte Dinge verstaut sind. Allerdings schränkt der Anhänger die Bewegungsfreiheit doch ziemlich ein.

Fernseher

Das Wohnmobil ist mit Sat-Schüssel und einem Fernseher ausgestattet. Jedoch ist die funktionsweise des Gerätes eingeschränkt. Deswegen habe ich einen WeTek Play 2 an das Board-Netz angeschlossen. Damit können wir Fernsehen und Multimedia über das Kodi-Mediacenter wiedergeben.

Der Play 2 hat den Vorteil, dass er direkt mit 12V läuft. Das habe ich mir zu nutzen gemacht, und das Gerät direkt ans 12V-Board-Netz angeschlossen. Somit können wir unabhängig von der Stromversorgung beliebige Medien wiedergeben. Bis jetzt konnte ich keinen großen Mehrverbrauch feststellen.